Wenn die Tochter einen Trotzanfall hat…, Mama hilflos!

Wie geht man bei einem Trotzanfall beim Kind vor? Ich brauche eine Bedienungsanleitung, Hilfe!!!
Gerade waren mein Mann, ich und unsere wunderbaren Kinder spazieren. Mein Mann und der schlafende Sohnemann im Kinderwagen vor uns. Unsere kleine Löwin, wollte dann nicht mehr in Ihrem Buggy sitzen, also habe ich sie raus gelassen direkt vor einer Schule / Bushaltestelle, sehr befahrene Straße.
Auf einmal befinde ich mich völlig unerwartet in einem Trotzanfall meiner Tochter. Bis jetzt haben wir es immer gut hinbekommen, dass sie sich schnell beruhigt hat mit ihrem Nuckel oder durch Trösten. Diesmal war alles anders, mein Mann schon in weiter Ferne mit dem Sohnemann und unsere Löwin zeigte was in ihr steckt. Sie stand vor ihrem Buggy und wollte rein klettern. Hat sie sich nicht gerade gewünscht aus dem Buggy raus zu wollen? Dieses Kletterspiel kenn ich ja von ihr, aber warum grad jetzt? Im Buggy war natürlich der Fußsack, so dass sie da schlecht hochklettern konnte, also stand sie vor dem Buggy und weinte, schrie, schmiss sich auf den Boden … Als ich sie hochnehmen wollte, da es regnete fing ich mir gleich eine, danach kam gekratze. Ich nahm ihre Hand und sagte deutlich „nein“ dass wurde gekonnt ignoriert und weiter geschrien. Ein Mann kam dann vorbei und blieb kurz stehen, um sich unser Szenario anzuschauen, ging dann aber weiter. Total beobachtet von Eltern, die glaub ich gerade zur Elternversammlung gingen und Jugendlichen die an der Bushaltestelle saßen, versuchte ich weiter auf meine Tochter ruhig aber bestimmt einzugehen. Als mein Mann mir eine SMS schrieb, hab ich geschrieben „komm zurück“ es kam keine Antwort und mein Mann war auch nicht in Sichtweite. Also anrufen „besetzt“ wo ist er nur, wenn ich ihn brauch?
*Kurz wütend sein, auf Ehemann*
Nächster Versuch, ich machte nun den Fußsack raus, weil ich dachte dann kann sie in den Buggy klettern und es ist Ruhe! Falsch gedacht meine Löwin wollte diesen Fußsack, also schrie sie noch lauter mit lauten schluchzen und Nuckel im Mund.
Also hockte ich mich neben ihr hin im Dreck / Regen und fragte sie ob ich den Fußsack in den
Buggy rein machen soll? Ich nahm an es gibt weiter geschrei aber nein es kam ein schluchzendes „ja“. Also machte ich den Fußsack wieder in den Buggy. Kleine Löwin stand weiter weindend vor dem Buggy, also fragte ich „möchtest du in den Buggy“
Löwin: „ja“
verzweifelte Mama: „soll ich dich in den Buggy rein setzen?“
Löwin: „ja“

Ich setzte sie rein, sie war ruhig. Ich schaute mich gar nicht um da ich nur dachte bloß weg hier.
Auf der einen Seite war ich stolz auf mich, da ich ruhig blieb. Ich versuchte sie auch davor rein zu setzen aber sie streckte sich und schrie und wehrte sich. Ich war wirklich erschrocken über diese Situation, war das wirklich grad meine Tochter? Ich war nicht sauer auf sie, erschrocken, traurig über diese Situation. Peinlich berührt, weil alle schauten und ich mir auch Gedanken machte, was denken die jetzt alle von mir, dass ich unfähig als Mutter bin? Zu Hause hatte sie auch Trotzanfälle, wenn sie nicht lange in der Kita geschlafen hat aber dann hat sie kurz gemeckert, bekam ihren Nuckel und wir haben sie getröstet oder abgelenkt.

Ist dass euch auch schon passiert? Wie reagiert ihr da? Haben euch schon mal fremde Leute angesprochen um euch Ratschläge zu geben?

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